Buchbesprechung
Handbuch zur GebärdenSchrift
---Autor: Wöhrmann, Stefan
Verlag: Jacobsen
Jahr: 2005
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Handbuch zur GebärdenSchrift
Nachdem Stefan Wöhrmann, Diplom-Psychologe und Lehrer an der Gehörlosenschule (Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte) in Osnabrück, 1999 den Kontakt zu Valerie Sutton, der Begründerin des Sutton SignWritings, fand und im intensiven Austausch mit ihr die Grundlagen der GebärdenSchrift erlernte, führte er diese als Unterrichtshilfe in Deutschland ein. Inzwischen hat er eine Datenbank mit über 10.000 GebärdenSchrift-Zeichen und zahlreiche GebärdenSchrift-Dokumente erstellt. Zudem entwickelte Stefan Wöhrmann eine spezielle Mundbildschrift zur exakten Erfassung und Zuordnung von Sprechbewegungen und bezog Absehgestalten in die GebärdenSchrift mit ein.
In der Folge entwickelte sich die GebärdenSchrift zu einer großartigen Unterstützung beim Lautspracherwerb und auch Gebärdenkursteilnehmer erhalten so weitere Lernmaterialien an die Hand. Zudem kann die GebärdenSchrift als Brücke zwischen Lautsprache und Gebärdensprache angesehen werden.
Aus seinen Materialien hat Stefan Wöhrmann jetzt das "Handbuch zur GebärdenSchrift" zusammengestellt, das im letzten Sommer im Verlag Jacobsen erschienen ist. Mit ihm alleine oder als Lernmaterial zu einem Kurs haben Interessierte die Möglichkeit Schritt für Schritt in die faszinierende Welt der GebärdenSchrift einzutauchen. Zudem steht ihnen mit diesem Buch immer wieder ein hoch aufschlußreiches Nachschlagewerk zur Verfügung, das in seiner Ausführlichkeit und Detailgenauigkeit kaum zu überbieten ist. Das wird noch unterstrichen durch die aufwendige Gestaltung des Buches und die reichhaltige durchgängige Bebilderung.
Stefan Wöhrmann hat sich für einen systematisch aufgebauten Lehrgang entschieden, in dem die in der GebärdenSchrift verwandten Symbole von einfach bis höchst komplex logisch erklärt und dargestellt werden. Zudem erhält der Leser immer wieder die Möglichkeit die soeben erworbenen Kenntnisse in Übungseinheiten zu wiederholen und zu vertiefen.
Dabei geht es nicht nur um die verschiedenen Handformen, die alleine in zehn Gruppen erläutert und beschrieben werden, sondern auch um die diversen Bewegungsrichtungen, die unterschiedlichen Ebenen und Kontaktarten, Mundbilder sowie die Dynamik. In einer Zusammenfassung werden zudem noch einmal die wichtigsten Elemente in einer Übersicht dargestellt, auf die so ganz leicht zugegriffen werden kann.
Sicherlich ist dieses Buch schon jetzt als das Standardwerk der GebärdenSchrift zu bezeichnen und jeder, der mit dem Gedanken spielt, diese zu erlernen, sollte über den Erwerb nachdenken.
Weitere Informationen zur GebärdenSchrift erhalten Sie unter: www.gebaerdenschrift.de.
(c) Astrid Krüger
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