Buchbesprechung
Hilfen für missbrauchte Kinder
Interventionsansätze im ÜberblickAutor: Klees, Katharina; Friedebach, Wolfgang (Hrsg.)
Verlag: Beltz
Jahr: 1997
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Hilfen für missbrauchte Kinder
Das vorliegende Buch "Hilfen für missbrauchte Kinder" fand seinen Ursprung im Rahmen der Kinderschutzwochen in Heidelberg im Jahre 1992. Damals entstand die Idee, die Beiträge der referierenden Fachleute zu den Themen "körperliche und sexuelle Misshandlung" von Kindern sowie deren Vernachlässigung zusammenzufassen und zu veröffentlichen.
Daraus wurde ein 376 Seiten starker Band, nicht nur, aber besonders für Fachleute, die sich der Prävention, Intervention und der Therapie von Kindern verschrieben haben, die Opfer von Übergriffen jedwelcher Art aus der eigenen Familie oder dem näheren oder weiteren Umfeld werden.
Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohl des Kindes, gilt es doch als schwächstes Glied in der Gesellschaft und so immer mittel- und unmittelbar in der Gefahr, vor allem aber wehrlos gegenüber Angriffen, die es selbst kaum zuordnen kann.
Interessant sind dabei die verschiedenen Vorgehensweisen, die es einem Fachmann, aber auch einem verantwortungsvollen Laien ermöglichen sollen, die Hilfsbedürftigkeit des Kindes zu erkennen sowie die richtigen Wege aufzuzeigen, die dann zu gehen sind. Wichtig ist dabei vor allem, dass alle Institutionen, die unmittelbar mit diesem Missbrauch in Kontakt kommen, ineinander übergreifend eingreifen zum Wohl des Kindes.
Besonders hervorzuheben in diesem Buch ist ein Beitrag, der sich kritisch mit dem Thema "Missbrauch des Missbrauchs" auseinandersetzt. Dabei geht es um Eltern, die während einer Psychotherapie ihres Kindes durch eine nur verzerrt wiederaufgetretene Erinnerung meist fälschlicherweise des sexuellen Missbrauchs angeklagt werden. Das Fazit hier ist, dass der echte Missbrauch dabei häufig aufgrund politischer oder journalistischer Gerangel aus dem Blickpunkt genommen und die Betonung ganz eindeutig falsch gelegt wird. Es heißt die Augen aufzuhalten, aber nicht zu verdächtigen um jeden Preis!
(c) Astrid Krüger
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