Buchbesprechung
Auf Stelzen gehen
Geschichte einer MagersuchtAutor: S., Lena
Verlag: Psychiatrie-Verlag
Jahr: 2006
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Auf Stelzen gehen - Geschichte einer Magersucht
Beklemmend realitätsnah und schonungslos ehrlich, das zeichnet "Auf Stelzen gehen" von Lena S. aus. Die Psychologiestudentin erzählt darin die Geschichte ihrer Magersucht. Dabei zeichnet sie ihre Krankheit so präzise nach, daß nicht nur Betroffene Beklemmungen bekommen, sondern auch wirklich jeder andere Leser versteht welch massive und lebensbedrohende Krankheit sich hinter dem Begriff "Anorexia nervosa" versteckt.
Angefangen von ihrem Familienhintergrund, erfahren wir viele persönliche Dinge von Lena S., die zum Ausbruch der Krankheit geführt haben. Wir erleben ihre Selbstverstleugnung der bestehenden Tatsachen, ihre Ausweichversuche und letztendlich doch den Entschluß in eine Klinik zu gehen, um sich dort behandeln zu lassen.
Zwischen Hoffen und Bangen vergeht dort die Zeit, in der sie andere Betroffene kennenlernt, sich in einen Mitpatienten verliebt und viele Fortschritte in ihrer Behandlung macht. Doch kaum entlassen geht der Kampf, der noch lange nicht vorbei war, wieder richtig los und Lena S. scheint immer kurz vor dem Abgrund zu schweben. Das Ende bleibt offen und läßt die Frage im Raum stehen wie es mit Lena weitergehen wird.
(c) Astrid Krüger
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