Pressemitteilung
Schmerztherapie in der Theresienklinik
Patientenforum am 8.11.2003 in Bad Krozingen
BAD KROZINGEN: Mit einem jährlich stattfindenden "Patientenforum Orthopädie" präsentiert sich die Theresienklinik Bad Krozingen der Öffentlichkeit. In diesem Jahr findet das Patientenforum am Samstag, den 8. November ab 10 Uhr in der Theresienklinik unter dem Titel "Schmerztherapie" mit 3 Fachvorträgen und einem entsprechenden Rahmenprogramm statt.
An diesem Tag können Interessierte, Betroffene und Angehörige moderne Schmerztherapie kennenlernen. Themen der Fachvorträge sind das Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation zur Schmerztherapie, Lebensfreude trotz Arthrose, sowie Rehabilitation von Gelenkbeschwerden bei begleitenden Herzerkrankungen. Referenten sind dabei Dr. Sylvia Meske, leitende Oberärztin der Schmerzambulanz, Prof. Dr. Stefan Jost, Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Prof. Dr. Stefan Best, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Ärztlicher Direktor der Theresienklinik.
Im Rahmen der schmerztherapeutischen Fortbildung der Abteilung Orthopädie - Rheumatologie für Ärzte lud Dr. Sylvia Meske, leitende Oberärztin der Schmerzambulanz der Theresienklinik Bad Krozingen am 8.10.2003 zum Auftakt der herbstlichen Vorträge Dr. Michael Stiehl aus Idar - Oberstein ein. Dr. Michael Stiehl ist ein führender Spezialist für Fragen der Therapie mit Opioiden (Opiumabkömmlinge ) zur Hebung der schmerzgestörten Lebensqualität.
Neben aktuellen Hinweisen zur Nutzung unterschiedlicher Eigenschaften der Opioide bei chronischen Schmerzkrankheiten wurde das für Betroffene teils stark angstbesetzte wesentliche Thema der Sucht lebhaft im Fachkollegium diskutiert: Medikamentengewöhnung, so wurde entsprechend vorliegender Studien klar dargestellt, ist keine Sucht: Gewöhnung ist jederzeit veränderbar; Sucht hingegen ist eine nicht kontrollierbare Gier nach einer Substanz trotz fehlender positiver und vorhandener gesundheitsschädigender Eigenschaften. Moderne Opioide erzeugen in der Hand des erfahrenen Therapeuten keine Sucht, allenfalls eine gut beherrschbare Gewöhnung; - ein Effekt wie bei gutem Kaffee, wie der Referent humorvoll einschob. Diese Gewöhnung erleichtert Patienten, deren Leiden nicht geheilt werden kann, vorhandene Schmerzen, bringt Lebensqualität durch Teilhabe am sozialen Leben und ermöglicht notwendige andere Behandlungen, wie z.B. die Krankengymnastik. Dabei ist zu bemerken, daß Opioide seltener die Stoffwechselorgane Leber und Niere schädigen als herkömmliche Schmerzmedikamente, weniger Allergien auslösen und auch Magen- und Darmreizungen im Gegensatz zu den altherkömmlichen entzündungshemmenden Substanzen nicht hervorrufen.
Am 12.11.2003 und am 10.12.2003 werden Prof. Dr. Stefan Best, und Dr. Sylvia Meske unter Kollegen weitere Probleme der speziellen Schmerztherapie anlässlich eines Vortrages diskutieren. Dabei handelt es sich um "schmerzauslösende Strukturen des Rückens" und "Schmerztherapie bei Osteoporose", einer zunehmenden Volkskrankheit.
Nähere Information sowohl zu den ärztlichen Fortbildungen, wie zum Programm Patientenforum sind zu erhalten im Ambulanzsekretariat bei Frau Petra Vorher, Tel. 07633 404 2410.
Theresienklinik Bad Krozingen
Petra Vorher
Tel. 0 76 33/404 2410
Fax. 0 76 33/404 2407
Eine Presseinformation der Theresienklinik Bad Krozingen, Oktober 2003
Ein Hinweis zum Urheberrecht: Sie sind herzlich eingeladen, die Texte zu lesen. Zum privaten Gebrauch dürfen sie auch ausgedruckt, sowie Bekannten und Freuden zum Lesen gegeben werden.
Jegliche andere Verwendung, Veröffentlichungen, egal in welchem Medium oder der Verkauf, bedürfen allerdings der Zustimmung des jeweiligen Autors.
Dies ist ein Frame von www.astrid-krueger-medizin.de |